Tagestipps im Radio

Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Baumarkt im All Wie Mond- und Marsstationen entstehen sollen Von Guido Meyer Der Mond ist wieder schwer im Kommen. Ein halbes Dutzend Länder will dorthin fliegen - diesmal, um zu bleiben: eine Mondstation soll entstehen, der erste Außenposten der Menschheit auf einem anderen Himmelskörper. Hier sollen Wissenschaftler permanent leben und arbeiten. Eine Station auf dem Planeten Mars soll folgen. Doch dort oben gibt es keine Baumärkte. Die Astronauten können sich das Baumaterial für ihre Basis nicht eben mal auf einem Einkaufstrip besorgen. Doch, können sie, sagen nun einige Wissenschaftler. Egal ob Wasser, Treibstoff oder Atemluft: Die künftigen Mond- und Marsmenschen müssen keineswegs alles von der Erde einfliegen, im Gegenteil: Mond und Mars verfügen durchaus über gut sortierte Baumärkte. Denn vor Ort, im Staub des Mondes oder an den Polkappen des Mars, gibt eigentlich so ziemlich alles, was man braucht, um es sich dort häuslich einzurichten. Redaktion: Thomas Morawetz

Dienstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Andre Zantow Schwedens Corona-Bilanz Verkalkuliert oder vernünftig? Von Carsten Schmiester In Schweden sind im Frühjahr mehr als 5000 Menschen mit oder an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Deutlich mehr als bei den skandinavischen Nachbarn, die alle das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben extrem heruntergefahren haben. In Schweden sind Geschäfte, Restaurant, Schulen und Kitas bis heute gehöffnet. Die Regierung verhängte Kontaktbeschränkungen und setzte auf die Vernunft der Bevölkerung freiwillig Abstand zu halten und wenig Menschen zu treffen. Hat sich die Strategie ausgezahlt? Gibt es keine Anti-Corona-Proteste wie in anderen Ländern? Ist die Wirtschaft weniger stark abgestürzt? Ist die Schuldenaufnahme geringer?

Dienstag 19:00 Uhr WDR2

WDR 2 Jörg Thadeusz

Mit Jörg Thadeusz Gast: Ina Müller, Entertainerin Nach vier Jahren Pause veröffentlicht Ina Müller ihr neues Album "55". Im Interview spricht sie über Bierseligkeit und Melancholie, die Romantik des Rauchens und Liebeslieder, die nur noch von der Vergangenheit handeln.

Dienstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Ein ansteckender Krebs gefährdet Tasmaniens Nationaltier. Von Saskia Guntermann und Michael Marek Tasmanien, die 1642 eher zufällig entdeckte Insel am Südzipfel Australiens, gilt als kultureller Schmelztiegel und Naturparadies für Wanderer und Outdoor-Liebhaber - mit der saubersten Luft der Welt. Dafür sorgen die stürmischen Winde des 40. Breitengrades, die über die Insel hinweg ziehen. Typisch für Tasmanien sind die üppigen Regenwälder, spektakulären Berge, Moorlandschaften und Beuteltiere, die es nur auf Tasmanien gibt: darunter Wombats, Wallabys und vor allem der "Tasmanische Teufel". Allerdings ist das Nationaltier Tasmaniens vom Aussterben bedroht. Verantwortlich dafür ist ein ansteckender Krebs. Wissenschafter und Wildtier-Experten suchen seit Jahren nach Möglichkeiten, den Beutelwolf zu retten. Dazu zählen Impfstoffe, Zuchtprogramme und Schutzgebiete.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

"Wir haben uns vor diesem Sommer nicht gekannt" Aufstand in Belarus Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Produktion: Deutschlandfunk 2020 Aus Ohnmacht ist Entschlossenheit geworden, Belarus ist von heute auf morgen aus dem Dornröschenschlaf erwacht. - Wie ist das möglich? Was sind die Ursachen? Wie konnte unbemerkt ein so selbstbewusstes Volk heranwachsen? "Wir haben uns vor diesem Sommer nicht gekannt" - dieser Spruch war immer wieder auf Plakaten in Minsk zu lesen. Nur wenige Monate vorher bei einer Recherchereise Mitte März 2020 erlebte die Autorin noch überall die völlige Ohnmacht der Menschen gegenüber dem Staatsapparat. Umso überraschender die neue Entwicklung: Die Kluft zwischen dem noch in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts verharrenden patriarchalen Regime Lukaschenkos und der von Frauen inspirierten, fröhlich-frechen Demokratiebewegung ist gewaltig. Und die Gewalt des Regimes gegen den friedlichen Widerstand unerhört. "Wir haben uns vor diesem Sommer nicht gekannt"

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Pflege und Profit Wie Beschäftigte für eine andere Finanzierung der Krankenhäuser streiten Von Johanna Tirnthal und Nicolas Morgenroth "Applaus reicht uns nicht" und "Profite pflegen keine Menschen" steht auf den Schildern. Im Herbst 2020 protestieren streikende Pflegekräfte am Kurfürstendamm in Berlin für ein anderes Gesundheitssystem. Die Aufmerksamkeit in der Pandemie ist für sie eine Chance, die aktuelle Krankenhausfinanzierung infrage zu stellen: Diagnosebezogene Fallpauschalen regeln hierzulande die Finanzierung der Gesundheitsversorgung. Krankenhäuser werden zu ökonomischer Effizienz angehalten. Die Fallpauschalen sollen die nötigen Anreize für eine gute und günstige Gesundheitsversorgung schaffen. Für die Pflegekräfte bedeutet das Arbeitsverdichtung und niedrige Löhne. Seit 2019 gilt das Fallpauschalensystem für die Pflege am Bett zwar nicht mehr. Doch für viele ist das nicht genug. Sie wollen das ganze Gesundheitssystem dem Profitinteresse entziehen. Aber wie können Pflegekräfte eine politische Auseinandersetzung führen, inmitten einer globalen Pandemie? Und wie wurden Krankenhäuser als profitorientierte Unternehmen überhaupt möglich?

Dienstag 20:00 Uhr rbb Kultur

RBBKULTUR RADIOKONZERT

l i v e aus dem A-TRANE: Jazz aus Berlin Two Concerts One Night, das ist auch heute das Motto des Abends im ""Wohnzimmer"" der Berliner Jazzszene. Im ersten Set spielt Jaspar Libuda ein Solo-Konzert auf dem Kontrabass. Im zweiten Set ist das Quartett USINE zu hören mit Cansu Tanrikulu - Voice, Declan Forde - Piano, James Banner - Bass und Max Andrzejewski- Drums. Moderation: Ulf Drechsel

Dienstag 21:00 Uhr NDR 2

NDR 2 Soundcheck Live

Im NDR 2 Radiokonzert: Eels - 1991 gründete der damals 28-jährige Mark Oliver Everett die Band Eels, seine ersten beiden Alben erschienen allerdings unter seinem Künstlernamen E, 16 weitere Alben als E oder Eels folgten bis zum kürzlich veröffentlichten Eels-Album "Earth to Dora". Everett, dessen Vater ein berühmter Physiker war, ist ein Allround-Talent, der die meisten Instrumente seiner Aufnahmen selbst spielt, singt und die Songs schreibt, die zwischen kantigem Indie-Rock und sanfteren Melodien in Beatles-Tradition wechseln, aber vornehmlich bittere Geschichten von Tod, Einsamkeit, Trennung, Depression und unerfüllter Liebe erzählen. Im August 2019 gastierten Everett und seine Eels beim Pukkelpop Festival in Belgien und zeigten eher die rockige Seite der Band, serviert mit Everett"s schwarzem Humor und Coverversionen von Prince, Brian Wilson und den Beatles.

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Maria Schneider - selbst genäht hält besser Kurz, knallig, trashig? Alles was heute angesagt wäre in der schnellen Welt der sozialen Medien ist nicht ihr Ding. Maria Schneider steht für grosse Bögen, für Ruhe und Zeit, und für umwerfende Arrangements.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Fake Family Menschenverleih in Japan Von Jean-Claude Kuner Regie: der Autor Mit: Christoph Gawenda, Katharina Matz, Corinna Kirchhoff, Eva Meckbach, Christian Schmidt, Ole Lagerpusch Ton: Thomas Monnerjahn Produktion: Deutschlandfunk Kultur / WDR 2019 Länge: 54"29 In Japan gibt es Agenturen, die Familienmitglieder zum Verleih anbieten. Was sagt das über unsere "echten" Beziehungen? Und wie sieht eine Familie aus, die stundenweise buchbar ist? In den 1980er-Jahren ist in Japan die erste Agentur für Leihfamilien entstanden. Im Angebot: buchbare Eltern, Kinder oder Lebenspartner. Der gesellschaftliche Druck und die wachsende Einsamkeit der Menschen sorgen für ein immer vielfältigeres Angebot. Wie entwickeln sich gespielte Beziehungen, wenn sie regelmäßig gepflegt werden? Und was erzählt das über unsere echten Beziehungen? Eine Erkundung japanischer Gesellschafts- und Familienstrukturen und der Qualität menschlicher Beziehungen, nicht nur in Japan. Jean-Claude Kuner, geboren 1954 in Basel, arbeitete von 1982 bis 1996 als Theater- und Opernregisseur, ist seit 1996 Rundfunk-Autor und Regisseur. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. für "Traumrollen" (Deutschlandfunk/HR 2013) - Hörspiel des Jahres 2013 - und für "Bukhara Broadway" (RBB/Deutschlandfunk/NDR 2012) - 2013 von der Asia-Pacific Broadcasting Union als bestes Feature geehrt . Zuletzt bei Deutschlandfunk: "I Love Dick - Die Autofiktion der Chris Kraus" (WDR/Deutschlandfunk Kultur 2018) und "Nietzsche in New York" (WDR/Deutschlandfunk 2018). Fake Family - Leihfamilien in Japan

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

25 Jahre Kabarettpreis Mindener Stichling Ein Rückblick - zusammengestellt von Hans Jacobshagen

Dienstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 ars acustica

Das Hörspiel vom Hörspiel 2020 Werke aus dem Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis Vorgestellt von Julia Mihály Regie: die Autorin (Produktion: SWR 2020) 1931 führte Friedrich Bischoff, damals Intendant in Breslau, bei der "Rundfunk- und Phonoschau Berlin", dem Vorläufer der heutigen Funkausstellung, Ausschnitte aus neuen Hörspielproduktionen vor. Er gab seiner Beispiel-Sammlung aus der Entwicklungsarbeit der Radiokunst den Titel "Das Hörspiel vom Hörspiel". Unter diesem Titel stellen Mitglieder der unabhängigen Jury Werke aus dem jährlichen Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis vor - Werke der autonomen Radiokunst.

Dienstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Jazztime

News & Roots Neuer Vocaljazz aus Europa Mit der italienischen Sängerin Maria Pia de Vito, der französischen Sängerin Camille Bertault und der Norwegerin Solveig Slettahjell Auswahl und Moderation: Henning Sieverts

Montag Mittwoch